Persönliches

Entwicklung der Paso Fino Hobbyzucht

Was mit einem “Freizeit-Paso-Fino” im Januar 2002 begann, hat sich mittlerweile zu einer kleinen aber qualitativ hochwertigen Hobbyzucht ausgeweitet. Damals kauften mein Mann Gerd und ich unsere erste Paso Fino Stute. Sangria Real wollte ich als reines Freizeitpferd nutzen. Zu dem Zeitpunkt haben wir weder an die Teilnahme an Turnieren noch an Zucht gedacht.
Mit dieser ersten Stute und mit den weiteren Paso Finos, die wir dadurch bei Kursen erlebten, wurde unsere Leidenschaft für diese Rasse entflammt und eine gewisse Sucht mit unerklärlicher "Sammlerleidenschaft" entwickelte sich daraus. So kam es dann, dass wir Sangria von Ponderosa Cosmos Dos decken ließen. Mit Sangria’s Stutfohlen Alondra, das im Frühjahr 2003 geboren wurde, begann also unsere Paso Fino Zucht mit dem Suffix „de Ojos Azules“.

Meine Lust, auch an Turnieren teilzunehmen, wurde durch meinen Aufenthalt im Sommer 2002 bei Katja und Tim Sipple erweckt, als ich als Zuschauer bei einigen Paso Fino Turnieren in den USA dabei sein konnte. Seitdem nehme ich, mit meinem Mann Gerd als wertvolle Begleitung, immer wieder an Turnieren in Deutschland und der Schweiz teil.

Mittlerweile besitzen wir fünf Zuchtstuten, wovon vier aus USA importiert wurden: La Mamba Negra, Luna Llena de Relampago, Brujula del Caron sowie Amistad del Seminole. Marquesa del Gavilan haben wir seit Februar 2012 aus der Schweiz bei uns.
Dinamica de Ojos Azules ist unsere erstgezogene Tochter unserer Stute La Mamba Negra. Sie ist seit Ende 2011 unter dem Sattel und soll später ebenfalls zur Zucht eingesetzt werden.

Die Nachzucht unserer Stuten ist hier unter dem Menüpunkt „Nachzucht“ zu sehen.

Warum Paso Finos?

Mit Isländern habe ich die Gangart Tölt kennen- und lieben gelernt. Wir hatten vor den Paso Finos zwei Isländerstuten. Mir war klar, würde ich einmal die Rasse wechseln, würde es immer eine Rasse sein, die diese spezielle Gangart anbietet. Schon früher habe ich so viel wie möglich versucht, über die verschiedenen Gangpferderassen zu erfahren. Jedes Pferdeheft, in dem ein Rasseportrait enthalten war, kaufte ich.

Der Paso Fino gefiel mir sehr gut, jedoch wurde er oft als eher schwieriges, vollblütiges, sehr sensibles Pferd beschrieben, so dass ich mich nicht so recht mit meiner wenigen Erfahrung an ihn herantraute. Auch Gangpferdevideos, die sowieso leider schon rar waren, konnten mich eher nicht überzeugen, einen Paso Fino als Pferd für mich in Erwägung zu ziehen. Es war mir aufgrund der mir damals gebotenen Informationen nicht klar, dass gerade der Paso Fino ein äußerst vielseitiges Pferd für Freizeit und Sport ist. Erst Jahre später, nämlich im Herbst 2001, kam ich in den Genuss, Paso Finos auszuprobieren und deren Qualitäten beim Reiten und im Umgang kennenzulernen.

Zuerst fiel mir das elegante Erscheinungsbild auf. Eine angenehme, handliche Größe, die mit dem typischen Aussehen von Ponies und vielen Kleinpferderassen wenig zu tun hat. Ein Pferd, das sich unter dem Reiter stolz und aufrecht präsentiert. Dazu die verschiedenen Typen von Pleasure, Performance und Classic Fino (mehr dazu unter „Der Paso Fino“). Und dann natürlich der Tölt! Tölt in verschiedenen Tempi. In einer guten Versammlung, ohne das Pferd hineinpressen zu müssen. Einfach Vergnügen pur! So kam es dann, dass ich mich entschied, meinen ersten Paso Fino zu kaufen, mit dem, wie anfangs erwähnt, unsere kleine Zucht begann.

Ohne meinen Mann, der zwar nur sehr sporadisch reitet, mich aber bei der Arbeit mit den Pferden und bei allen Turnieren tatkräftig unterstützt und hinter mir steht, hätte ich das "Projekt Paso Finos im Fliedetal" nicht aufziehen können und ich freue mich, mit Gerd einen so starken Partner an meiner Seite zu haben.

Die Teilnahme an vielen Kursen, die in Deutschland und der Schweiz von Paso Fino Trainern aus den USA und Europa abgehalten wurden sowie die vielen Besuche auf dem Sternberghof haben mir sehr geholfen, viel über die Paso Fino Reitweise, die Beurteilung der Pferde sowie generell Hintergrundwissen über diese Rasse zu lernen.

In diesem Sinne bin ich stets weiterhin bemüht, mich weiter zu bilden und mehr zu lernen und zu erfahren. Diese Erfahrungen spiegeln sich dann in meinen Pferden, besonders auch der Nachzucht wider. Ich hoffe, dass ich jedem Interessierten ein Stück davon mitgeben kann.