Der Paso Fino stellt sich vor

Wie sieht ein Paso Fino Turnier aus

Es gibt zahlreiche Prüfungen bei den Paso Fino Turnieren. Die typischen Prüfungen, die ihr Augenmerk auf den Gang sowie die unterschiedlichen Typen legen sind Pleasure, Performance und Classic Fino. In diesen Prüfungen starten die Pferde je nach ihren oben beschriebenen Veranlagungen. In der Pleasure und Performance-Prüfung werden die Pferde im Schritt, Paso Corto und Paso Largo gezeigt.

Das Pleasure Pferd soll über äußerst bequemen Tölt verfügen und diesen in leichter Versammlung und natürlicher Aufrichtung zeigen. Die Manieren eines Pleasure-Pferdes fließen in die Wertung mit ein und sollen absolut einwandfrei sein. Dies kann in den Prüfungen mit diversen Aufgaben wie Stillstehen, Rückwärtsrichten, etc. abgefragt werden. Das Performance-Pferd dagegen soll sich temperamentvoll (allerdings auch mit entsprechend guten Manieren) und mit mehr Aktion präsentieren. Die Gänge sollen akzentuiert sein und das Pferd über viel Quickness und Hock Action verfügen. Es wird in stärkerer Versammlung mit viel Aufrichtung präsentiert. Der Classic Fino wird in der für ihn typischen Gangart in einem Tempo gezeigt. Hinzu werden Stopps, enge Wendungen abgefragt. Hierfür wird z.B. die „Figure Eight“ geritten. Dies ist eine 8, meist um zwei Fixpunkte herum. In allen diesen typischen Gangprüfungen wird das Überreiten des „Fino Strip“ (auch „Sounding Board“ genannt), also einem Holzsteg, auf dem der Klang genauer zu hören ist und damit Taktreinheit beurteilen lässt, abgefragt.

Gerade für Zuchtpferde interessant sind die „Bellas Formas“ Klassen. In diesen wird das Gebäude und der Gang bewertet. Dazu werden die Pferde einzeln von einem Führer oder auch zwei Personen mit zwei langen Leinen vorgeführt. Neu seit 2006 gibt es von der PFAE auch die Qualitätsprüfung für Paso Finos. In dieser werden die Pferde sowohl geritten als auch wie an der Hand gezeigt. Es liegt im Ermessen des Richters, das Pferd zusätzlich auch selber zu reiten. In den einzelnen Aufgabenteilen werden die Pferde auf einer Skala von 0 bis 10 bewertet und erhalten dann eine Gesamtnote. Außerdem erfolgt eine schriftliche Einschätzung des Richters. In dieser Qualitätsprüfung kann man mit seiner Stute oder seinem Hengst auch mit guter Bewertung eine Auszeichnung Bronze, Silber oder Gold erhalten.

Hinzu kommen bei einem Paso Fino Turnier noch viele andere Prüfungen:

  • verschiedene Dressurprüfungen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden oder einer selber kreierten Kür.
  • Drei- und Viergangprüfungen, Versatility, in der auch ein Sprung genommen werden muss,
  • Western Pleasure oder diverse Trailprüfungen.

Nicht zu vergessen die Prüfungen für Jugendliche bis 18 Jahren, in denen der jeweilige Reitstil und das Beherrschen des Pferdes in den unterschiedlichen Gangarten und in Einzelaufgaben bewertet wird. Da bei einem Turnier jedoch nicht nur purer Ernst und sportlicher Wettkampf eine Rolle spielen, sondern auch Spaß dabei sein soll, gibt es auch noch mehrere sogenannte „Fun-Prüfungen“ wie z.B. Barrelracing, Paarreiten, Reise nach Jerusalem, Viertaktprüfung, Kostümklasse, etc.. Mehr über die einzelnen Prüfungen sowie die Prüfungsordnung der PFAE e.V. sind unter www.pfae.org zu erfahren.

Vielleicht hat die Rassebeschreibung Ihnen „Appetit“ auf mehr gemacht. In diesem Fall können Sie gerne Kontakt mit uns aufnehmen, um weitere Informationen zu bekommen, Fragen zu stellen, oder einen Termin zu vereinbaren, bei dem die Pferde in Natura vorgestellt werden können.