Der Paso Fino stellt sich vor

Die Herkunft

Die Ursprünge des Paso Finos gehen weit ins 15te Jahrhundert zurück. Aus den damals in die Neue Welt gebrachten Pferden entwickelte sich mit der Zeit das Pferd, das wir als Paso Fino kennen. Sie wurden in der heutigen Dominikanischen Republik, dem karibischen Raum und in vielen Regionen Südamerikas verbreitet. Der Paso Fino war durch seine Ausdauer, seine Menschenbezogenheit, die robuste Gesundheit und dem bequemen Gang ideal für die Bedürfnisse der damaligen Zeit. Pferde waren unbedingt notwendig als Transportmittel und zum Arbeitseinsatz. Der bequeme Gang machte sie auf langen Distanzen zu einer „Luxuslimousine“ unter den Reittieren und ihre enorme Trittsicherheit und die kleinen harten Hufe kamen mit dem zum Teil sehr unwegsamen Gelände sehr gut zurecht. Als Arbeitspferde auf den großen Plantagen kamen diese Qualitäten ebenfalls zum Einsatz. Außerdem bot der Paso Fino für Viehhirten teilweise auch den dafür notwendigen „Cow Sense“ an, das Talent, beim Tierehüten das Vieh in der Herde zu halten oder wieder einzufangen, also bei der Arbeit fast „mitzudenken“. Dazu kam, dass die eher eitlen Plantagenbesitzer mit dem Paso Fino noch ein Pferd besaßen, dass zusätzlich zu den guten Eigenschaften auch noch besonders edel und stolz aussah und somit seinen Reiter immer ein bisschen seines Glanzes abgeben konnte.

Wie bei anderen Rassen auch, wurden die Pferde immer wieder auch mit Pferden aus Spanien oder Nordamerika gekreuzt. Da die Vorliebe und die „Mode“ von Region zu Region unterschiedlich ausfiel, entwickelte sich der Paso Fino in verschiedene Richtungen. Auch natürlich deshalb, weil jede Region seine eigenen Lebensverhältnisse für Pferde bot und somit jeweils ein Pferd benötigte, das mit eben diesen Verhältnissen optimal zurecht kam. Die USA sind das größte Nachzuchtgebiet für die Paso Finos. Wegen der Zollformalitäten und Transportvorschriften werden die meisten Importpferde nach Europa daher auch aus den USA importiert. Inzwischen kann sich jedoch auch die europäische Zucht durchaus sehen lassen und es ist bei weitem nicht mehr nötig, ein Pferd zu importieren, wenn man eines kaufen möchte. Für die Zucht jedoch ist es zur Zeit noch immer wieder wichtig und interessant, auch neue Blutlinien aus den USA nach Europa zu bringen, um auch hier eine gute Qualität zu halten.